Über mich

Kurzbiografie

Ein klärender Hinweis vorab: Wenn Sie den Namen Dr. Peter Nikolaus Backé googeln, werden Sie früher oder später auf einen Österreicher stoßen, der allerlei Kluges zur Währungspolitik verschiedener osteuropäischer Staaten geschrieben und ein Buch über Wanderungen in den Wiener Hausbergen veröffentlicht hat. Besagter Namensvetter hat nichts mit mir und dieser Website zu tun, er hat lediglich das Missgeschick, haargenau wie ich zu heißen, einschließlich Doktorgrad und zweitem Vornamen. Anders als er wurde ich 1968 in Aachen geboren und bin dort aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte, promovierte und lehrte ich elf Jahre an der Universität Oxford. Seit 2001 bin ich als Marketingberater tätig, mit Stationen in London, Zürich, Bangkok und Shanghai. Ich bin seit jeher ein leidenschaftlicher Leser nicht nur von Kriminalliteratur, koche gerne und habe ein Faible für Weißwein. In meiner Freizeit hechele ich bei schönem Wetter auf dem Rennrad durch Süd-Limburg, bei schlechtem Wetter schreibe ich Krimis. Die notwendige Muße dafür habe ich, weil ich ledig und kinderlos bin.

Literarischer Werdegang

Ich wurde 1968 in Aachen als jüngstes von vier Kindern in eine bürgerliche Familie geboren: Vater Professor für Maschinenbau, Mutter Hausfrau. Bereits als Kind war ich eigenwillig, mit Beginn der Pubertät wurde ich derart rebellisch, dass meine leidgeprüften Eltern erleichtert waren, als ich mit fünfzehn in eine eigene Wohnung zog. Dort verbrachte ich meine Tage zumeist damit, mich mit meinem PC und einem selbst gelöteten Modem heimlich auf den Großrechnern von Konzernen und Universitäten einzunisten. Damals war Hacken noch (fast) legal und kinderleicht. Abends fungierte meine Wohnung als Partyraum für meinen erweiterten Bekanntenkreis, denn schließlich hatte ich jeden Tag sturmfreie Bude. Angesichts all jener Freiheiten, die ich in vollen Zügen genoss, machte es mir nichts aus, auf einer nackten Matratze zu schlafen und mich vorwiegend von Nudeln mit Ketchup zu ernähren.

Wie zu erwarten war, hatte ich angesichts dieses Lebensstils nur allzu selten Lust, mich in meiner Schule einzufinden, dem Bischöflichen Pius-Gymnasium für Jungen. Unterdessen verfolgte ich jedoch zielstrebig meinen Traum von einem Studium in den USA und büffelte für die amerikanische College-Aufnahmeprüfung, den SAT. Durchaus mit Erfolg: Zum ungläubigen Erstaunen meiner Lehrer, die mich längst abgeschrieben hatten, konnte ich alsbald Studienplatzzusagen von großen Namen wie Harvard, Princeton, Stanford und Yale vorweisen.

Nur ein Zufall brachte mich auf die Idee, mich auch an der Universität Oxford zu bewerben. Meinen Bewerbungsunterlagen legte ich die Zusagen aus den USA bei. Offenbar verfehlte dieser Wink seine Wirkung nicht, jedenfalls wurde ich zum persönlichen Vorsprechen beim The Queen’s College eingeladen, meinem bevorzugten College. Britische Eliteschulen bereiten potenzielle Oxbridge-Kandidaten monatelang mittels Rollenspielen und dergleichen auf diese Interviews vor. Meine einzige Vorbereitung dagegen bestand in grenzenloser Selbstüberschätzung und meinem losen Mundwerk. Beiden ließ ich freien Lauf. Wie ich später erfuhr, waren meine Interviews die ersten seit Menschengedenken, während derer schallend gelacht wurde. Das Gremium sei sich danach allerdings uneins gewesen, ob sie es bei mir mit einem Genie oder einem Wahnsinnigen zu tun hätten. Einerlei, das College offerierte mir einen Studienplatz für Philosophie, Politik und Wirtschaftswissenschaften (PPE). Ich akzeptierte begeistert, denn meine Interviewer waren mir überaus sympathisch gewesen.

Mit Ausnahme eines Gastaufenthalts als Research Fellow am amerikanischen Dartmouth College in New Hampshire verbrachte ich die nächsten elf Jahre an der Universität Oxford. Nach dem Abschluss in PPE machte ich einen M. Phil. in Wirtschaftswissenschaften, anschließend promovierte ich in der Fakultät Management Studies im Fachgebiet Marketing. Während meiner Promotion unterrichtete ich Marketing und amtierte am The Queen’s College als Kursdirektor für Management Studies.

Insgesamt verbrachte ich eine wundervolle Zeit in Oxford, und meine Erinnerungen werde ich früher oder später literarisch verarbeiten. Damals jedoch hatte ich nach elf Jahren in diesem Kleinstädtchen endgültig genug und sehnte mich nach der großen, weiten Welt. Als Eintrittskarte dafür wählte ich die mir aus meiner akademischen Tätigkeit vertraute qualitative Marktforschung. Obwohl der kommerziellen Marktforschung der Hautgout des Unwissenschaftlichen anhaftet, machte mir diese Tätigkeit viel Freude, insbesondere weil man diesen Beruf überall auf der Welt ausüben kann. Überall ist die Arbeitssprache Englisch, sind die Forschungsmethoden ebenso wie die Kunden – internationale Großkonzerne – identisch. So pendelte ich als freier Studienleiter und Moderator zwischen London, Edinburgh, Frankfurt, Hamburg und Bangkok hin und her.

Einige Jahre später unterbreitete mir ein Headhunter ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte. Ich wurde festangestellter Marktanalyst bei einer Schweizer Großbank in Zürich. Das Unternehmen war straff organisiert, alles aufs Strengste und bis ins Kleinste reglementiert, bis hin zu den zulässigen Sockenfarben für Herren. Zuweilen jedoch beschlich mich das Gefühl, für das organisierte Verbrechen zu arbeiten, denn zahlreiche Aktivitäten der Bank verstießen gegen ausländisches Recht, und dies mit Vorsatz und der sprichwörtlichen Schweizer Gründlichkeit. Der Vorgesetzte meines Vorgesetzten war zeitweise unter den zehn meistgesuchten Personen des amerikanischen FBI. Meine Kolleginnen und Kollegen verdrängten solche Gedanken tunlichst, doch ich muss gestehen, dass gerade das Verbotene und Verborgene einen besonderen Reiz auf mich ausübte. Einige der skandalöseren Aspekte dieses Mikrokosmos habe ich später in den 2011 erschienenen Thriller „Simple Money“ (Banker-Jargon für Schwarzgeld) einfließen lassen.

Softcover: https://www.epubli.de/shop/buch/Simple-Money-Peter-Backé-9783844204810/8085

E-Book: https://www.epubli.de/shop/buch/Simple-Money-Peter-Backé-9783844204827/8087

Inmitten der beginnenden Finanzkrise 2007/2008 fand ich just im richtigen Moment den Absprung. Wie es der Zufall wollte, erspähte ich eines Tages in der Financial Times zwischen lauter bösen Omen für die Finanzbranche eine Anzeige, mit der Kandidaten für ein Manager-Austauschprogramm zwischen der EU und der V. R. China gesucht wurden. Das Programm beinhaltete einen neunmonatigen Intensiv-Sprachkurs in Peking nebst interkulturellem Training und zahlreichen Reisen in alle Ecken des Landes, gefolgt von einem dreimonatigen Praktikum bei einem chinesischen Unternehmen. Obendrein winkten tausend Euro Taschengeld im Monat, eine fürstliche Summe für chinesische Verhältnisse. Spontan bewarb ich mich, obwohl ich China noch nie bereist und mich zuvor auch nie sonderlich für das Land interessiert hatte. Drei Monate später flog ich mit einem One-Way-Ticket nach Peking.

Bereits die rudimentäre Beherrschung der chinesischen Schriftsprache erfordert eine beachtliche Gedächtnisleistung, doch es dürfte kaum eine einfacher zu lernende Sprache geben als gesprochenes Chinesisch. Jedenfalls war ich schnell in der Lage, mich munter radebrechend unters Volk zu mischen und die Attraktionen des Landes zu genießen, zuvörderst aparte Frauen, bei denen man als Fremder mit chinesischen Sprachkenntnissen entscheidend punkten konnte, sowie eine fantastische Vielfalt von ganz unterschiedlichen regionalen Küchen. Der befürchtete Kulturschock fiel dank meiner Sozialisierung in Oxford gelinde aus, denn ich beobachtete verblüffende Parallelen: Anders als die bürgerliche Mitte pfeifen sowohl die britische Ober- als auch Unterschicht darauf, was andere über sie denken mögen. Genauso halten es die Chinesen. Nur Familie und Freunde zählen, der Rest der Welt ist ihnen vollkommen gleichgültig.

Natürlich interessierten mich auch in China besonders die Schattenseiten der Gesellschaft: die allgegenwärtige Korruption, politische Intrigen, das Lotterleben der über dem Gesetz stehenden Parteibonzen und Neureichen. Aus diesen Eindrücken schöpfte ich die Inspiration für den 2013 erschienenen Krimi „Der weiße Handschuh“.

Link: https://www.mayersche.de/Der-weisse-Handschuh-ebook-Peter-Back.html

Zurück daheim legte ich mir ein neues Hobby zu, bei dem ich zu meinen Wurzeln als Hacker zurückkehrte, diesmal allerdings vorwiegend auf der Seite des Gesetzes. Ich lieferte mir online einen erbitterten Kleinkrieg mit einigen Gruppierungen von Internet-Betrügern und versuchte vergeblich, Plattformbetreiber wie eBay dazu zu bewegen, ihre Sicherheitsvorkehrungen zu verbessern. Zu letzterem Behufe geisterte ich unter dem Aliasnamen „Dr. Peter Stein“ durch diverse TV-Shows. Objektiv bewirkt hat dieses Engagement jedoch herzlich wenig, außer einigen zweitklassigen Black-Hat-Hackern eine Zeit lang regelmäßig den Tag zu verderben. Die Cleveren unter meinen Widersachern dagegen ließen sich nicht stoppen, einige von ihnen sitzen inzwischen sogar in den Parlamenten ihrer Heimatländer, ihre Wahlkämpfe finanziert mit dem ergaunerten Geld technikgläubiger Schnäppchenjäger.

Nach einigen Jahren gab ich diesen Kampf gegen Windmühlen darum frustriert auf und widmete meine Freizeit vorwiegend dem Schreiben. Mit meinen oben genannten Frühwerken fremdelte ich allerdings in der Retrospektive zunehmend. Deshalb beschloss ich, meine nächsten Bücher näher an meiner persönlichen Lebenswelt zu verorten. Diesmal sollte es eine Krimiserie werden, die nicht wie zuvor an exotischen Schauplätzen, sondern in meiner Heimatstadt Aachen angesiedelt war. Ferner sollte sie thematisch und stilistisch zu mir passen. Es lag darum nahe, meinen Protagonisten und Ich-Erzähler Markus Schrader zu einem digitalen Amateurdetektiv zu machen, der bisweilen auf seine Fähigkeiten als Hacker zurückgreift, um auf nicht ganz legalem Wege Verbrechen aufzuklären. Um meinen sprachlichen Duktus nicht allzu sehr verbiegen zu müssen und meiner eigenen Leidenschaft für die Philosophie ein wenig Raum zu geben, spendierte ich ihm einen Hintergrund als akademischer Philosoph – et voilà.